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Torjubel Wetzikon Dennis Urech

Der Jubel über den zweiten Streich: Dennis Urech und der EHC Wetzikon haben Dübendorf erneut bezwungen. Foto: Christian Merz

Über 2000 Zuschauer am Derby

Wetzikon hat alle Trümpfe in der Hand

Der EHC Wetzikon hat auch das zweite Spiel der Finalserie für sich entschieden. Nach dem 4:1 braucht der EHCW gegen den EHC Dübendorf nur noch einen Sieg.

Der Jubel über den zweiten Streich: Dennis Urech und der EHC Wetzikon haben Dübendorf erneut bezwungen. Foto: Christian Merz

Veröffentlicht am: 05.03.2024 – 21.33 Uhr

Schon drei Minuten vor Schluss ersetzte der EHC Dübendorf seinen Goalie durch einen sechsten Feldspieler. Es wäre aber ein sportliches Wunder gewesen, hätte der Glattaler Erstligist im zweiten Finalspiel noch etwas gerissen. Der EHCW liess sich von der Massnahme der Gäste denn auch nicht beeindrucken. Er spielte die Zeit souverän herunter. Ein weiteres Tor brauchte der EHCW nicht mehr, führte er doch 4:1. Es war das Schlussresultat.

Die Wetziker schlugen vor über 2100 Zuschauern die Dübendorfer damit nach dem 6:3 vom Samstag ein zweites Mal. In der Best-of-5-Serie führt das Team von Roger Keller jetzt 2:0, hat damit alle Trümpfe in der Hand. Das heisst konkret: Der EHCW kann am Donnerstag den Ostschweizer Final für sich entscheiden. Und würde so auch den Aufstieg in die MHL feiern.

Wetzikon laesst sich von den Fans feiern.
Gemeinsamer Jubel ist der schönste Jubel: Die Wetziker Spieler lassen sich von ihren Fans nach dem zweiten Finalsieg feiern. Foto: Christian Merz

Wollen die Glattaler noch als Spassbremse für den EHCW auftreten, müssen sie sich deutlich steigern. Sie waren in der Anfangsphase stark unter Druck. Und je länger die Partie dauerte, desto ratloser wirkten ihre Angriffe.

Die Wetziker strotzen derweil mittlerweile nur so vor Selbstvertrauen. Sie gewannen erneut verdient. Der Qualifikationsdritte spielte von Beginn weg mutig und mit viel Lust und Wucht nach vorne. Die Gastgeber waren zudem robuster als der Gegner.

Das zeigte sich etwa daran, dass sie die Mehrzahl der Zweikämpfe der Bande entlang gewannen, immer wieder kernige Checks setzten und die Dübendorfer regelmässig vor dem eigenen Tor wegarbeiteten.

Wir müssen das Gute mitnehmen und uns neu formieren.

Reto Stirnimann

Trainer EHC Dübendorf

Dass sie ihre knappe 1:0-Führung unmittelbar zu Beginn des zweiten Drittels wieder verspielten, beeindruckte sie keineswegs. Das Heimteam setzte nach und führte vor dem Schlussdrittel wegweisend 3:1. «Wir haben viel Geduld bewiesen», freute sich Roger Keller. Was dem EHCW-Trainer besonders gefiel: «Wir hielten trotz dem doofen Gegentor an unserem Gameplan fest.»

EHCD-Trainer Reto Stirnimann sah den Hauptunterschied in der Effizienz. Und trauerte der Handvoll Topchancen nach, die sein Team sich erarbeitet hatte. «Wir müssen das Gute mitnehmen und uns neu formieren», sagte Stirnimann. «Unsere nächste Chance, es besser zu machen, ist am Donnerstag. Die wollen wir packen.»

Ab der ersten Pause giftiger

Zu denken muss dem Trainer aber geben, dass sein Team im Prinzip erst ab dem zweiten Drittel stattfand. In den ersten 20 Minuten vermochten die Glattaler nur Nadelstiche zu setzen, taten sich häufig schwer, geordnet aus der Defensive zu kommen. Und sie mussten gar froh sein, lagen sie nach der dominanten Wetziker Startphase nicht einmal im Rückstand.

In der 18. Minute aber geriet der EHCD dem Spielverlauf entsprechend ins Hintertreffen – notabene, nachdem die Gäste nur Sekunden vor Nils Bernis Tor ihre grösste Möglichkeit vergeben hatten.

Im zweiten Abschnitt trat der Qualifikationssieger deutlich giftiger auf. Lediglich 19 Sekunden brauchte die Glattaler Toplinie, um das 1:1 zu erzwingen. Lange darüber freuen konnten sich die Gäste nicht. Mit einem Mann mehr auf dem Eis verwertete Gian Andrea Thöny (27.) ein ideales Zuspiel von Berni zum Wetziker 2:1.

Den Dübendorfern bot sich kurz darauf ebenfalls in Überzahl die Chance, zumindest wieder auszugleichen. Doch Scott Halberstadt verlor als letzter Mann an der blauen Linie den Puck. Danach sahen er und seine Teamkollegen den davonbrausenden Berni nur noch von hinten, am Ende verlud der Wetziker Stürmer auch Goalie Noah Paixao.

Der EHCD-Keeper, der zurück ins Tor kehrte, nachdem im ersten Finalspiel überraschend Marvin Kortin den Vorzug erhalten hatte, hielt seine Mannschaft in der Folge im Spiel. Aber nur solange, bis Berni in der 46. Minute ein drittes Mal traf.

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