Das Fotografieren der vier Jahreszeiten bringt viel Abwechslung und ist immer auch ein wenig unberechenbar. Jede hat ihre Besonderheit, und in allen Fällen sind das Licht, die Farben und die Üppigkeit der angetroffenen Vegetation unterschiedlich. Es gibt eigentlich keine Saison, die sich nicht zum Fotografieren lohnt.
Winter: Trotz der oft kargen Landschaft gibt es auch in dieser Jahreszeit herrliche Motive. Eine Landschaft im Raureif kann uns verzaubern. Liegt der erste Schnee auf der Landschaft, gibt es schöne Stimmungsbilder. Auch Schwarz-Weiss-Aufnahmen sind sehr stimmungsvoll. Kommt dann noch die Sonne dazu, ist das Motiv perfekt.
Frühling: Im Frühling verändert sich die Natur sehr schnell. Auf die Ruhepause des Winters folgt das rasche, fast explosionshafte Erwachen der Natur. Alles fängt zu blühen an, und auch die Tage werden wieder länger. Jetzt ist es sicher richtig, seine Kamera wieder aus der Versenkung zu holen. Denn Motive gibt es nun in Hülle und Fülle.
Sommer: Im Sommer zeigen sich Landschaften in ihrer vollen Farbenpracht. Es dominieren sattes Blattgrün und bunte Blumen. Fotografieren über die Mittagszeit ist jetzt nicht mehr empfehlenswert, sondern sollte eher in die frühen Morgenstunden oder auf den Abend verschoben werden. Dann nämlich ist das vorherrschende Licht viel weicher, und die Farben sind intensiver.
Herbst: Die Tage werden wieder kürzer, und das Laub an den Bäumen verfärbt sich. Diese kurze und intensive Zeit sollte unbedingt für Aufnahmen genutzt werden. An schönen Herbsttagen ist das Blau des Himmels am intensivsten. In Kombination mit weissem Wolkengebilde ergibt das ein perfektes Bild. Aber auch Fotos mit Nebel können zu dieser Jahreszeit sehr interessant wirken.
Verblasste Lehrsätze
Allgemein gilt, dass der Horizont bei Landschaftsaufnahmen nicht mittig gesetzt wird. Und immer auf den Himmel achten. Schöne Ergänzungen bieten weisse Wolken, ein entstehendes Gewitter oder Sonnenaufgang und -untergang.
Streiflicht und Gegenlicht kann dagegen, richtig angewendet, zu zauberhaften Stimmungen führen. Der frühere Leitsatz, immer mit der Sonne im Rücken zu fotografieren, gilt schon lange nicht mehr. Eine alte Weisheit aus dem Lehrbuch hingegen schon: Vordergrund hält Bild gesund – das hat heute noch seine Berechtigung.
Jubiläum
Im letzten Beitrag der vierteiligen Serie stellt der Fotoklub Dübendorf noch mal einen Teil seiner Arbeit im «Glattaler» vor. Aufs 100-Jahr-Jubiläum hat der Verein zudem einen Wettbewerb mit Geldpreisen für die breite Bevölkerung lanciert. Teilnahmeschluss ist der 1. September. Weitere Infos und Bedingungen: www.fotoklub-duebendorf.ch.