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Sportplatz Meierwiesen, Wetzikon Maxime Scholl gegen Pfäffikon Nico Moschin

Wetzikon Maxime Scholl (rechts) oder Pfäffikon (Nico Moschin)? Diese Frage könnte sich in der Gruppe 6 stellen. Archivfoto: Robert Pfiffner

Regionalfussball-Auftakt

Das sind die Ziele unserer Drittligisten

Am Wochenende starten die Drittliga-Fussballer in die Saison. So blicken die Trainer der neun Teams aus der Region auf die Meisterschaft.

Wetzikon Maxime Scholl (rechts) oder Pfäffikon (Nico Moschin)? Diese Frage könnte sich in der Gruppe 6 stellen. Archivfoto: Robert Pfiffner

Veröffentlicht am: 25.08.2023 – 13.40 Uhr

FC Brüttiselllen-Dietlikon, Gruppe 3

Es war ein harter Aufprall. Brüttisellen-Dietlikon tat sich schwer in der 3. Liga – und geriet zwischenzeitlich sogar neuerlich in den Abstiegskampf. Mit dem früheren Stürmer Zahir Idrizi als Trainer soll es nun aber wieder aufwärtsgehen.

Sie sind eben erst als Assistenztrainer mit Dübendorf in die 2. Liga interregional aufgestiegen. Weshalb nun zurück in die 3. Liga?
Zahir Idrizi: Ich war zwei Jahre Assistent und will deshalb jetzt herausfinden, wie es sich anfühlt, Cheftrainer zu sein. Als dann die Anfrage von Brüttisellen kam, musste ich nicht lange überlegen.

Wer ist Ihr Gruppenfavorit und weshalb?
Vom Hörensagen sind es Volketswil und Küsnacht. Für uns selbst steht der Ligaerhalt im Vordergrund. Dennoch wollen wir natürlich eine gute Rolle spielen und offensiven Fussball zeigen. Ich traue unseren Jungs einiges zu.

Welchen gegnerischen Spieler hätten Sie gerne in Ihrem Team?
Den Zahir Idrizi im besten Fussballeralter. Er garantiert dir ein paar Tore.

Welcher Trainer hat Sie am meisten beeinflusst – und warum?
Das war Gabet Chapuisat – der Vater des ehemaligen Dortmund-Stars Stéphane. Er sagte bei Le Mont in der Challenge League zu mir: «Du hast alle Freiheiten, musst einfach die Tore erzielen.» Mehr braucht mir ein Trainer gar nicht zu vermitteln.

FC Volketswil, Gruppe 3

Was im Team steckt, zeigte der FC Volketswil letzte ­Saison erst nach der Winterpause. Dafür dann aber richtig – mit neun Siegen in elf Spielen. An Qualität hat der FCV nichts eingebüsst. Er bringt also alles mit, um erfolgreich zu sein.

Wir wagen die These: Nach der starken Rückrunde kann es für den FC Volketswil nur ein Ziel geben – die Rückkehr in die 2. Liga.
Antonio Limata: Ob es einfach so in der neuen Saison weitergehen wird, ist fraglich. Wir werden versuchen, das Maximum herauszuholen. Ein Aufstieg sollte aber nicht als kurzfristiges Ziel angesteuert werden. Denn es braucht viel, um ihn zu erreichen.

Wer ist Ihr Gruppenfavorit?
Es hat viele gute Mannschaften, die ein Wort mitreden können. Von daher ist alles offen.

Welchen gegnerischen Spieler hätten Sie gerne in Ihren Reihen?
Wenn sich ein Spieler bei uns integrieren kann, um uns zu verstärken, bin ich immer offen für ein Gespräch oder ein Probetraining. Im Moment bin ich mit meinem Kader zufrieden und möchte diese Spieler unterstützen.

Worüber ärgern Sie sich am meisten bei ­Ihrem Team?
Ich verspüre mehr Freude als Ärger. Aber wenn wir uns in einem Punkt steigern können, ja sogar müssen, ist es die Anwesenheit und Bereitschaft in den Trainings und Spielen. Aber da spreche ich wohl für viele Kollegen im Breitenfussball.

FC Effretikon, Gruppe 4

Der FC Effretikon durfte in der Vorsaison am letzten Spieltag noch hoffen, Leader Töss abfangen zu können. Das gelang zwar nicht, nach dem guten 2. Platz aber dürfte der Erfolgshunger bei den Effretikern erst recht geweckt sein.

Der FC Effretikon spielte zuletzt bis ganz zum Schluss um den Aufstieg mit. Ist er nun reif für die Rückkehr in die 2. Liga?
Gürkan Sentürk: Für uns ist diese kein Muss. Aber wir haben in jedem Fall den Anspruch, dass wir im Kampf um die vordersten drei Plätze ein Wörtchen mit­reden können.

Wer ist Ihr Gruppenfavorit?
Die Gruppe ist relativ ausgeglichen. Muss ich auf einen Favoriten tippen, ist dies der SV Rümlang. Er hat in der letzten Saison bis zum Schluss um den Aufstieg mitgespielt.

Welchen gegnerischen Spieler hätten Sie gerne in der Mannschaft?
Wir sind sehr zufrieden mit dem Kader.

Was macht den FC Effretikon besonders?
Wir haben eine hervorragende Infrastruktur, vermutlich die beste in der Region. Dazu kommen die Atmosphäre, die Vereinskultur und der fami­liäre Umgang miteinander.

Welche Macke wollten Sie sich schon lange abgewöhnen?
Ich lasse immer meine Socken in der Garderobe liegen.

FC Fehraltorf, Gruppe 6

Nach nur einer Saison Abwesenheit ist der FC Fehr­altorf zurück in der 3. Liga. Ex-Profi Adrian Nikci ist damit der Einstand als Trainer gelungen. Nun müssen sich die Fehraltorfer mit einer nur leicht veränderten Mannschaft bewähren.

Wer ist Ihr Gruppenfavorit?
Adrian Nikci: Da der FC Wald in der letzten Saison bis zuletzt um den Aufstieg kämpfte, rechne ich schwer damit, dass es der FCW nun nochmals versuchen wird.

Welchen gegnerischen Spieler hätten Sie gerne in Ihrem Team?
Wir im Trainerstaff sind mit unseren Spielern zufrieden. Daher wünschen wir uns niemanden.

Weshalb sollte man unbedingt für den FC Fehraltorf auflaufen?
Unser Teamgeist und die verschiedenen Charaktere «matchen» perfekt zusammen. So geht es sehr harmonisch zu und her bei uns.

Worüber ärgern Sie sich am meisten bei ­Ihrem Team?
Manchmal sind die Jungs etwas ungeduldig – es braucht Zeit, bis sich positive Ergebnisse einstellen.

Welche Macke wollten Sie sich schon lange abgewöhnen?
Ab und zu lasse ich mich vom Spielgeschehen mitreissen und werde emotional.

FC Hinwil, Gruppe 6

Der FC Hinwil musste letzte Saison um den Ligaerhalt bibbern, nachdem er nach der Winterpause kaum punktete. Auf Platz 10 beendete der FCH die Meisterschaft. Und erwartet gleich selber eine weitere herausfordernde Saison.

Die Rückrundenbilanz des FC Hinwil war die eines Absteigers. Wie wirken Sie dem entgegen?
Jürg Stücheli: Wir hatten mehrere Verletzungen und Absenzen und sonst schon ein schmales Kader. Wir haben nun probiert, das zu korrigieren, indem sieben ­A-Junioren zum Kader stossen. Dadurch haben wir das Team wesentlich verbreitern können.

Welchen gegnerischen Spieler hätten Sie gerne in Ihrem Team?
Es spielen ein paar gute Fussballer bei den Spitzenteams. Aber da jetzt jemanden herauszu­picken, wäre aus meiner Sicht gegenüber jenen Spielern nicht fair, die zu uns gestossen sind. Es wird vermutlich eine schwierige Saison für uns. Aber wir gehen den Weg mit den eigenen. Irgendwann muss man den Jungen eine Chance geben.

Worüber ärgern Sie sich am meisten bei ­Ihrem Team?
Die Chancenauswertung. Häufig haben wir gut mitgespielt, aber unsere Chancen nicht genutzt. Und bei den Standards haben wir Nachholbedarf.

Auf welches Spiel freuen Sie sich speziell?
Das ist einfach: Als Kollbrunner freue ich mich, auf den FC Kollbrunn-Rikon zu treffen.

FC Kollbrunn-Rikon, Gruppe 6

Zwölf Jahre ist es her, seit der FC Kollbrunn-Rikon letztmals in der 3. Liga war. Jetzt ist das Team, das aus lauter Eigengewächsen besteht, also zurück. Und will beweisen, dass es auch eine Liga weiter oben eine gute Rolle spielen kann.

Weshalb etabliert sich der FC Kollbrunn-­Rikon in der 3. Liga?
Sadri Sengör: Aufgrund der nachhaltigen Philosophie des Vereins und der Verbundenheit der Spieler, die alle aus dem eigenen Nachwuchs stammen.

Wer ist Ihr Gruppenfavorit?
In der Gruppe stecken einige Kandidaten für den Aufstieg. Wald, Wetzikon und Stäfa möchten ­sicherlich oben mitspielen.

Was macht den FC Kollbrunn-Rikon so besonders?
Die Verbundenheit zum Verein ist einzigartig. Ebenso die legendären Trainingslager und der ­Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft.

Auf welches Spiel freuen Sie sich speziell?
Jenes gegen Männedorf. Mit Trainer Alan Sabotic habe ich im Nachwuchs des FC Winterthur gespielt.

Worüber ärgern Sie sich am meisten bei ­Ihrem Team?
Die Konstanz innerhalb eines Spiels.

Welche Macke wollten Sie sich schon lange abgewöhnen?
Mehr Geduld wäre wünschenswert.

FC Pfäffikon, Gruppe 6

Auf Platz sechs und damit im Niemandsland der Tabelle beendete der FC Pfäffikon die letzte Meisterschaft. Trainer Kurt Kobel ist indes überzeugt, mit dem Team auf dem richtigen Weg zu sein. Und kürt den FCP gleich zum Favoriten.

Der FC Pfäffikon war letzte Saison so schlecht klassiert wie seit 15 Jahren nicht mehr. Weshalb geht es sportlich jetzt wieder aufwärts?
Kurt Kobel: Die Platzierung spiegelt nicht immer die sportliche Entwicklung der Mannschaft wider. Diese hat bereits in der letzten Spielzeit begonnen. Um einen Wandel herbeizuführen, muss man zeitweise mit einer Leistungseinbusse rechnen. Dieser Wandel wird uns auch in den nächsten Jahren begleiten.

Wer ist Ihr Gruppenfavorit?
Es ist schwierig für mich, einen zu bestimmen, da ich keine Informationen über die verschiedenen möglichen Erfolgsfaktoren der Gegner habe. Daher tippe ich auf Pfäffikon.

Gegen welches Team ist es am unangenehmsten zu spielen?
Es kann unangenehm sein, gegen eine Mannschaft zu spielen, die uns in allen Belangen überlegen ist. Ich gehe jedoch davon aus, dass dies nie der Fall sein wird.

Welche Macke wollten Sie sich schon lange abgewöhnen?
Keine. Unsere Eigenheiten machen uns zu dem, was wir sind – einzigartig.

FC Wald, Gruppe 6

Den FC Wald hatte wohl niemand auf der Rechnung. Trotzdem spielten die Oberländer fast bis zum Schluss um den Aufstieg in die 2. Liga mit – und liessen dadurch ambitionierte Teams wie Wetzikon, Pfäffikon oder Stäfa hinter sich.

Der FC Wald war die Überraschung der letzte Saison. Kann der zweite Platz bestätigt werden – oder folgt ein Absturz?
Axel Kleinefinke: Für uns gilt es, die Leistung zu bestätigen. Wir entwickeln uns ständig weiter und schöpfen mehr und mehr unser Potenzial aus.

Wer ist Ihr Gruppenfavorit?
Stäfa und Wetzikon. Sie waren neben Aufsteiger Kloten die härtesten Konkurrenten. Gegen beide Teams gingen wir je einmal als Sieger und Verlierer vom Feld.

Welchen gegnerischen Spieler hätten Sie gerne in Ihrem Team?
Die Nummer 16 des FC Stäfa. Sein Name ist mir allerdings gerade entfallen.

Gegen welches Team ist es am unangenehmsten zu spielen?
In der letzten Meisterschaft waren Meilen und Pfäffikon die unangenehmsten Gegner. Beide Teams sind taktisch diszipliniert und stark bei Standards.

Worüber ärgern Sie sich am meisten bei ­Ihrem Team?
Die mangelnde Chancenauswertung.

FC Wetzikon, Gruppe 6

Er mischte zwar wiederum oben mit, erneut aber fehlte dem FC Wetzikon einiges, um sich den 1. Platz zu krallen. Satte zehn Punkte Rückstand auf Aufsteiger Kloten waren es für den drittklassierten FCW am Schluss.

Der FC Wetzikon steigt in seine bereits dritte Drittliga-Saison hintereinander. Ist für einen Verein mit der Ausstrahlung des FCW der Aufstieg nun nicht Pflicht?
Antonio Convertito: Tatsächlich würden wir gerne eine Liga höher antreten, wollen dieses Ziel aber nicht um jeden Preis erreichen. Wir arbeiten jedoch alle hart, dass ein Aufstieg mittelfristig erreicht werden kann.

Wer ist Ihr Gruppenfavorit?
Der FC Wald natürlich. Stäfa, Pfäffikon, Männedorf und Wetzikon dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf eine Spitzenplatzierung machen.

Was macht den FCW besonders?
Er bietet ein tolles Umfeld, eine super Infrastruktur und ist auf und neben dem Platz sehr ambitioniert. Es macht einfach stolz, ein Teil davon zu sein.

Worüber ärgern Sie sich am meisten bei ­Ihrem Team?
Über unnötige Niederlagen.

Und welche Macke wollten Sie sich schon längst abgewöhnen?
Da kommt mir grad keine in den Sinn. Allenfalls könnten Sie bei meiner Frau nachfragen.

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